Aufsatz: Urheberrechtlicher Schutz für Konzepte von Medienprodukten

Tendenzen zur Auflösung des pauschalen Freihaltebedürfnisses für Unterhaltungskonzepte infolge der Lernspielentscheidungen?

In der Medien- und Unterhaltungsbranche winken den Produktionsfirmen die großen Gewinne, wenn es gelingt, ein Medienerzeugnis mit einem neuartigen, originellen Konzept auf dem Markt zu platzieren und dieses über einen möglichst langen Zeitraum ungehindert zu verwerten. Dies gilt in den verschiedensten Sektoren: So honoriert der Titel „Spiel des Jahres“ im Bereich der klassischen Gesellschaftsspiele nicht selten ein bis ins Detail ausgetüfteltes Spielsystem, viele Computerstrategiespiele leben davon, dass die Fertigkeiten der Spielfiguren vernünftig ausbalanciert sind und die Aufeinandertreffen sich dadurch spannend gestalten. Und auch im Fernsehen sind es weniger die einzelnen Namen, Gesichter, Dialoge und konkreten Geschehnisse, die beispielsweise eine Reality-Show erfolgreich machen, sondern es ist das zugrunde liegende Format, das häufig in aller Herren Länder exportiert wird und dort erfolgreich ausproduziert wird. Weiterlesen

Enquete zum Urheberrecht

Im österreichischen Nationalrat (entspricht dem Deutschen Bundestag) fand am 11. 3. 2013 eine von den Grünen organisierte Enquete zur Reform des Urheberrechts statt. Die Veranstaltung kreiste inbesondere um die seit Monaten kontrovers diskutierte Frage, ob auch in Österreich (nach deutschem Vorbild) eine Festplattenabgabe als Nachfolgerin der Leerkassettenvergütung eingeführt werden sollte. Aus diesem Anlass intensiver diskutiert wurden auch Fragen der Funktion der Verwertungsgsesellschaften und möglicher pauschaler Vergütungssysteme, die von den österreichischen Grünen favorisiert zu werden scheinen. Die Tagung wurde durch einen Vortrag von Nikolaus Forgó eröffnet. Gegenstand war u.a. ein ministerielles Arbeitspapier zu einer Novelle des österreichischen Urheberrechtsgesetzes. Presseberichten zufolge soll die Festplattenabgabe nicht mehr im Entwurf des BMJ enthalten sein.

Prof. Forgó zum Thema Urheberrecht

Prof. Dr. Forgó wird am heutigen 4. März an einer Diskussion zum Thema Urheberrecht teilnehmen.

In Österreich ist die Reform des Urheberrechts ins Stocken geraten. Durch die Reform soll es unter anderem ermöglicht werden, eine Abgabe auf Festplatten zu erheben, die den Urhebern einen Anteil an der Nutzung ihrer Werke sichern soll. Im Handel regt sie dagegen jedoch ein immer größer werdender Widerstand.

Es duskutieren:

Nikolaus Forgó, Professor am Institut für Rechtsinformatik in Hannover und Leiter des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht in Wien

Axel Anderl, Rechtsanwalt und Spezialist für IT-Recht und geistiges Eigentum

Damian Izdebski, Sprecher der Plattform für ein modernes Urheberrecht

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft

Gerhard Ruiss, Geschäftsführer IG Autorinnen Autoren, Initiative „Kunst hat Recht“

Moderation
Benedikt Kommenda, „Die Presse“

Zeit und Ort
Montag, 4. März 2013, 18 Uhr
Dachgeschoß im Juridicum, Schottenbastei 10–16, 1010 Wien

SP 7 Anmeldefrist Sommersemester 2013: 1. März 2013

Fragen Sie sich manchmal:

Welche Handlungen im Internet stellen Urheberrechtsverletzungen dar?

Welche Rechte haben Verbraucher bei Geschäften auf eBay oder Amazon?

Wie werden Domainname-Streitigkeiten international gelöst?

Wer haftet für Links oder Foreneinträge?

Dann melden Sie sich für die Schwerpunktbereichsprüfung SP 7 an.

Anmeldefrist für das Sommersemester 2013 ist der 1. März 2013.

Weitere Informationen finden Sie online auf den Seiten des Prüfungsamtes. Bei Fragen wenden Sie sich an: pruefungsamt@jura.uni-hannover.de