Vortrag von Prof. Dr. Nikolaus Forgó bei „Leopoldina Symposium“

Prof. Dr. Nikolaus Forgó hat auf dem Leopoldina Symposium, das sich mit Keimbahnmutationen bei krebskranken Kindern befasst, einen Vortrag mit dem Thema „Rechtsinformatische Aspekte“ gehalten. Das Symposium fand am 26. September 2014 in Freiburg statt. 

Im Raum stand die Leitfrage, welche Implikationen die moderne Genetik für betroffene Familen bringt. Insbesondere bei Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter werden vermehrt Genveränderungn entdeckt, die nicht nur in den Krebszellen, sondern auch in den Keimbahnen der betroffenen Patienten und damit in allen Körperzellen nachweisbar sind. Erkrankungen dieser Art werden meist von einem Elternteil vererbt, können aber auch bei der Befruchtung der Eizelle neu entstehen. Die Erkrankung ist also auf eine genetische Prädisposition zurück zu führen.

Für Betroffene entsteht dadurch doppeltes Leid: Sie leben nicht nur mit einem erhöhten Krebsrisiko, sondern es besteht auch die Gefahr, dass weitere Familienmitglieder ebenfalls betroffen sind und die Erkrankung an den Nachwuchs vererbt werden kann.

Um betroffenen Familien helfen zu können, ist es wichtig, Wissenslücken und Handlungsunsicherheiten zu schließen. Im Rahmen der Genomforschung muss jedoch auch die personelle Selbstbestimmung geachtet werden; das ist insbesondere in Zeiten zunehmender Vernetzung eine Herausforderung. So sollte der Vortrag von Prof. Forgó die rechtsinformatischen Aspekte medizinischer Forschung beleuchten.

Weitere Informationen über das Symposium finden Sie hier.

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