Der Blog des Instituts für Rechtsinformatik

Beiträge in der ZD-Aktuell Heft 19 und 20

Sechs unserer  wissenschaftliche Mitarbeiter haben in Heft 19 und in Heft 20 ihre Beiträge veröffentlicht.

Heft 19:

Stefanie Hänold: „Art. 29-Datenschutzgruppe wird im Streit um WhatsApp-Nutzerdaten für Facebook-Dienste aktiv“

Thorsten Heermann: „Technische Leitlinien zur Vorratsdatenspeicherung – Keine Einwände aus Brüssel“

Iheanyi Samuel Nwankwo: „Update on the African Union Convention on Cyber Security and Personal Data Protection“

Heft 20:

Wolfgang Rottwinkel: „LAG Hamm: Unwirksamkeit einer fristlosen Kündigung“

Sylvia F. Jakob: „VG Göttingen: Keine Nutzung von Dash-Cams im Straßenverkehr zur Dokumentation von Ordnungswidrigkeiten“

Dr. Marc Stauch: „UK Court Decision Quantifying Damages for Police Misuse of Passenger Air Travel Data“ 

Alle Beiträge sind auf beck-online einsehbar.

 

 

Forum IT-Recht zum Thema: „Die elektronische Leseplatzschranke“

Die elektronische Leseplatzschranke nach der Entscheidung des EuGH – und in Zukunft?

Nicht nur Studierende und andere wissenschaftlich Beschäftigte kennen es: man benötigt dringend ein bestimmtes Fachbuch oder gar nur eine Passage daraus, die Abgabefrist des wichtigen Forschungsprojekts drängt, man geht in die Bibliothek und das gewünschte Buch befindet sich nicht an seinem Platz. Auch von Schreckensnachrichten über bewusst versteckte Werke oder herausgerissene Seiten in juristischen Fachbüchern hört und liest man. Die Suche nach Ersatzstücken ist meist endlos und wenig erfolgversprechend.
Eine Lösung dieses Problems wäre es, elektronische Leseplätze einzurichten, an denen der Bibliotheksbestand digital vorgehalten wird und Benutzer die erforderlichen Textstellen auch auf den eigenen Laptop speichern und an Orten und zu Zeiten der Wahl durcharbeiten könnten.

Jedenfalls wenn es nach einigen Bibliotheken in Deutschland geht, die bereits erste Versuche unternommen haben die Digitalisierung wissenschaftlicher Werke voranzutreiben, wäre das bald Realität. Dass das beschriebene Szenario auch urheberrechtlich zulässig sein kann, wurde durch den EuGH im Jahre 2014 klargestellt und sodann vom Bundesgerichtshof im Dezember 2015 für das Digitalisierungsvorhaben der TU Darmstadt konkretisiert.

Auf der anderen Seite birgt das sekundenschnelle, kostengünstige und unkomplizierte Vervielfältigen von digitalisierten Schriftwerken die erhöhte Gefahr des Missbrauchs zu Lasten der Urheber und Verlage.

Welche Probleme sich seit diesen vielbeachteten Rechtsprechungsentscheidungen bei der Umsetzung elektronischer Leseplätze stellten und stellen, welche Interessen sich gegenüberstehen, wie diese in Einklang zu bringen sein könnten und welche Fragen es noch zu klären gilt, diskutieren am 28.11.2016 um 18:00 Uhr, s.t. im Raum 1502/805:

  • Dr. Hans-Georg Nolte-Fischer (Leitender Bibliotheksdirektor Universität- und Landesbibliothek Darmstadt)
  • Markus Brammer, LL.M. (Edin) (Justiziar Technische Informationsbibliothek Hannover)
  • Prof. Dr. Ulrich Loewenheim (Sprecher für Autoren und Übersetzer von wissenschaftlicher Literatur und Fachliteratur Verwaltungsrat der VG Wort)
  • Prof. Dr. Christian Sprang (Justiziar und Leiter der Rechtsabteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.)

Die Teilnahme ist kostenfrei.

WICHTIG – Raumänderung und Livestream beim Forum IT-Recht am 07.11.2016

Das kommende Forum IT-Recht zum Thema Darknet, das am 07.11.2016 ab 18 Uhr stattfindet, wird abweichend in Raum 1501/201 stattfinden. Wir gehen nach aktuellem Stand außerdem davon aus, das Forum IT-Recht wieder per Livestream übertragen zu können – der Stream wird Montag kurz vor Beginn der Veranstaltung unter www.iri.uni-hannover.de/live.html verfügbar sein.

Über die Fragen rund um das Darknet werden diskutieren:

  • Dirk Büchner (Bundeskriminalamt)
  • Dr. Benjamin Krause  (Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Zentralstelle zur     Bekämpfung der Internetkriminalität)
  • Daniel Moßbrucker (Reporter ohne Grenzen)
  • Linus Neumann (Chaos Computer Club)
  • Christian Rückert (Friedrich-Alexander Universität  Erlangen-Nürnberg/ Projekt BITCRIME)